Sozialpädagogische Lebensgemeinschaften

Seit Anfang 2010 berät und betreut der alpha e.V. Sozialpädagogische Lebensgemeinschaften (SPLG): Als Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft gelten Familien, Paare oder Einzelpersonen, die in der Regel bis zu 3 Kinder/Jugendliche, für die Hilfe zur Erziehung nach dem SGB VIII -Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) gewährt wird, zur intensiven pädagogischen Betreuung aufnehmen. Eine der Betreuungspersonen sollte über eine pädagogische Ausbildung mit anerkanntem Abschluss verfügen

Ziel ist es, verhaltensauffälligen und vernachlässigten Kindern und Jugendlichen langfristig eine neue Erziehungs- und Lebensform in einem stabilen, familiären Bezugsrahmen zu ermöglichen.

Vertragsgegenstand ist die Beratung und Betreuung der SPLG durch fachlich geschultes Personal des alpha e.V. Grundlage der Mitarbeit sind entsprechende Hilfepläne nach § 34 SGB VIII. Die SPLG ist während der gesamten Zeit der Projektdurchführung für die Versorgung und Betreuung des Kindes/Jugendlichen zuständig.

Die der SPLG erteilten Aufträge führt diese in eigener Verantwortung aus. Dabei hat sie zugleich die Interessen des alpha e.V. zu berücksichtigen. Die SPLG unterliegt keinem Weisungs- und Direktionsrecht seitens des alpha e.V; sie hat jedoch fachliche Vorgaben des alpha e.V. insoweit zu beachten, als dies die ordnungsgemäße Vertragsdurchführung erfordert. 

Der/die SPLG-BeraterInnen des alpha e.V. bieten:

  • Kontaktpflege mit der SPLG, regelmäßige Hausbesuche (alle 4 Wochen/in Krisen häufiger) und telefonischer Austausch (mindestens wöchentlich). Eine kontinuierliche Beratung und fachliche Begleitung der SPLG im Hinblick auf die Entwicklung der Kinder/Jugendlichen analog der im Hilfeplan formulierten Ziele. In Krisenzeiten wird die Beratungsfrequenz auf die Bedürfnisse abgestimmt. Die Beraterin/der Berater muss immer erreichbar sein.
  • Prozeßliche Begleitung qualitativer Arbeit im Einzelfall zur Vorbereitung des HPG, Entwicklungsberichte und Eingangsdiagnostik, aktive Teilnahme an Hilfeplangesprächen. Vor- und Nachbereitung des HPG`s erfolgt mit dem Kind/Jugendlichen sowie der SPLG
  • Besprechung des Förderplanes im Rahmen der Hilfeplanfortschreibung
  • Begleitung der Anbahnungsphase inklusive Vor- und Informationsgespräche mit Kindern und Jugendlichen, Herkunftseltern, zuständigem Jugendamt und sonstigen am Hilfeprozess Beteiligten. Diese Begleitung ist ebenfalls individuell zu gestalten und dem Bedürfnis der Kinder und Jugendlichen anzupassen.
  • Kontinuierliche Gesprächskontakte mit den Kinder und Jugendlichen während der gesamten Unterbringungszeit in der SPLG. Der Berater soll für das Kind Schnittstelle zwischen SPLG-MitarbeiterInnen, leiblichen Eltern und allen am Erziehungsprozess beteiligten Personen sein.
  • Bei Verlegung Beteiligung an Gesprächen mit dem Jugendamt
  • Sicherstellung einer Krisenintervision in akuten Situationen, insb. nach §8a SGB VIII
  • Krisenintervention findet immer sofort statt. Die Krise wird gemeinsam mit dem Kind oder Jugendlichen gelöst. Selbstevaluation wird hierbei geübt und im gesamten Familienverbund gelebt.

Zusätzlich können bei Bedarf in Anspruch genommen werden

  • Weiterentwicklung der in der Leistungsbeschreibung dargestellten Leistungsinhalte
  • Bedarfsorientierte Informationsveranstaltungen und interne Fortbildungen zu ausgewählten SPLG-relevanten Themen, wie z. B. Drogen, sexuelle Gewalt, Aggressionen, Herkunftsfamilien.
  • Teilnahme an Elternabenden des alpha e.V.
  • Unterstützung des Qualitätsdialog mit allen öffentlichen Jugendhilfeträgern zur dynamischen Angebotsgestaltung
  • Einbindung ins Qualitätsmanagementsystems des alpha e.V. Orientierungsgrundlage sind die QM-Vereinbarungen mit den alpha e.V. Familiengruppen und Erziehungsstellen.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
Petra Hollender
Sozialpädagogische Lebensgemeinschaften
Heinz-Kluncker-Str. 4
42285Wuppertal
Fon: 02 02 - 31 72 00-11
Fax: 02 02 - 31 72 00-12
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