Bereiche und Methoden der Qualitätsentwicklung
Unserem Verständnis nach sind Grundlagen aller Bestrebungen hin zu einer guten Qualität der Arbeit das Leitbild der Trägerorganisation sowie die Qualitätsgrundsätze der Einrichtungen, in denen das zu Grunde liegende Menschenbild und das Verständnis für soziales und pädagogisches Handeln in allgemeiner Form beschrieben sind. Auf dieser gemeinsamen Basis ist es dann für alle Organisationsteile möglich, die tragenden Ideen und leitenden Ziele in den unterschiedlichen Teilbereichen unter den verschiedensten Bedingungen wie Arbeitsauftrag, Arbeitsform, Organisationsform u.s.w. in angemessener Weise umzusetzen. Dabei können sich mit dem GAB-Verfahren alle Beteiligten auf ein systematisches Vorgehen stützen.
Neben anderen arbeiten wir in den Einrichtungen an einer alle Funktionsbereiche erfassenden Qualitätsentwicklung mit den unten aufgeführten Mitteln und Methoden:
- Leitbildorientierung
Gemeinsame und verbindliche Orientierung an einem Organisationsleitbild, das regelmäßig überarbeitet und aktualisiert wird. - Konzeptbasierung
Arbeiten auf der Basis schriftlich fixierter Konzepte und Maßnahmebeschreibungen, welche im Rahmen der Qualitätsarbeit unter Beteiligung aller betroffenen Mitarbeitenden regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden. Die Arbeitskonzepte orientieren sich dabei am Leitbild der Organisation alpha e.V. sowie an den Qualitätsgrundsätzen des jeweiligen Fachbereichs. - Qualitätsplanung
Jährliche systematische strategische Qualitätsplanung, welche die drei Elemente Strukturqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität in der alltäglichen Arbeit verankert. Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, die für die Arbeitsfelder bedeutsamen Handlungen und Prozesse sowie die sonstigen Bedingungen und Voraussetzungen herauszuarbeiten, um diese zum Gegenstand der Qualitätsentwicklung zu machen. - Handlungsleitlinien
Ständiges Arbeiten an der Prozessqualität. In regelmäßig stattfindenden Qualitätstreffen (Qualitätszirkel) werden für die Primärprozesse und tragenden Sekundärprozesse für alle Handelnden verbindliche Handlungsleitlinien bzw. Durchführungsregelungen erarbeitet. Diese Handlungsorientierungen werden in festgelegten Abständen auf ihre Durchführung, Zielerreichung und Einhaltung der darin festgehaltenen Handlungsprinzipien (Ergebnisqualität) überprüft. - Mitarbeiterförderung
Sicherung und Weiterentwicklung der fachlichen und personellen Kompetenzen aller Mitarbeiter. Dies geschieht insbesondere durch klare Anforderungsprofile, schriftliche Stellenbeschreibungen und Zielvereinbarungen, unterstützt durch jährliche, systematisch geführte Mitarbeitergespräche mit Vorgesetzten, regelmäßige Fortbildungen gemäß einem Vorgehenskonzept und den Einsatz von Beratungs- und Stützverfahren wie Supervision, kollegiale Beratung, fachlicher Austausch, Hospitation und Teilnahme an Qualitätszirkeln. Neue Mitarbeiter werden anhand eines Leitfadens systematisch in das Arbeitsgebiet und ihre Aufgaben eingearbeitet. - Teamorientiertes Arbeiten und Teamentwicklung
Die Kompetenzen zu einer Ziel führenden und effizienten Zusammenarbeit in Teams werden laufend weiter entwickelt, unter anderem durch wöchentliche Teamsitzungen, extern angeleitete Team- und Fallsupervisionen, durch gemeinsame fachliche Abstimmungen als Arbeitsgrundlage und durch ständige Reflexion der Kommunikationsstile und Haltungen in den Teams und mit der Leitung (Feedbackkultur). Darüber hinaus gibt es einen regelmäßigen Austausch auf der Ebene der Fachbereiche. - Evaluation
Regelmäßige oder anlassbezogene Wirksamkeitsüberprüfungen des Arbeitshandelns. Dies geschieht wesentlich durch systematische Hilfeplanungsprozesse, an dem auch das jeweilige Kind bzw. die Klienten oder Maßnahmeteilnehmer beteiligt sind. Da unter Umständen übliche Evaluationsinstrumente wie Befragungen nur bedingt eingesetzt werden können, werden verstärkt Alternativen wie Beobachtung, Selbstbewertung anhand der Praxisüberprüfungen einzelner Handlungen, kollegiale Hospitation und die fallweise Einbeziehung von Dritten (Lehrer, Vormünder, Angehörige) eingesetzt. - Qualitätsdokumentation
Lückenlose Dokumentation aller Vorgänge im Zusammenhang mit der Qualitätsentwicklung in Qualitätshandbüchern. Die systematischen, zentral gelenkten Dokumente und Aufzeichnungen bilden eine wesentliche Arbeitsgrundlage im Sinne einer Auftragsbeschreibung (Konzept und Leistungsbeschreibung) und Handlungsorientierung (Leitbilder, Qualitätsziele, Handlungsleitlinien und Durchführungsregelungen) für alle in unserer Organisation Tätigen. Der ständige und uneingeschränkte Zugang zu den Aufzeichnungen ist deshalb für alle Mitarbeitenden notwendig und wird sichergestellt. - Führungsverantwortung
Die Umsetzung der Ergebnisse der Qualitätsarbeit in den Einrichtungen, insbesondere der Durchführungshinweise und Handlungsvereinbarungen, werden von den Bereichs- und Einrichtungsleitungen regelmäßig überprüft. - Reviews/Managementbewertungen
Durch interne und externe Formen der Überprüfung wird die Funktion des Qualitätsmanagements regelmäßig bewertet und somit selbst zum Gegenstand der Qualitätsentwicklung gemacht.
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